Vitamin D - das Sonnenhormon

Sind Sie müde, obwohl Sie genug schlafen? Löst die Frühjahrsmüdigkeit den Winterschlaf ab? Leiden Sie unter Erkrankungen des Bewegungsapparates (Muskelschmerzen, Muskelzucken, Krämpfe während der Nacht)? Plagt Sie eine (Sonnen)allergie? Leiden Sie unter (Winter)depression?

Dann wird es Zeit, den Vitamin-D-Spiegel kontrollieren zu lassen.

Der Vitamin-D-Spiegel ist nicht nur bei Muskel- und Knochenschmerzen verringert, sondern kann auch für eine Vielzahl von Erkrankungen verantwortlich sein.

 

Vitamin D - Der steile Aufstieg eines Hormons

Vitamin D ist ein Pro-Hormon und das heißt, es ist ausreichend Sonnenlicht notwendig, damit Vitamin D in eine aktive Form überführt wird. Leber, Niere und Haut zusammen ermöglichen ausreichende Bildung und Bereitstellung von aktivem Vitamin D.

Ausreichend Sonnenlicht:

  • Es genügt nicht am späten Nachmittag ein paar Stunden im Gastgarten zu sitzen! Sonnenlicht in hoher Intensität ist notwendig.
  • Während der Wintermonate (Oktober bis März) kann kein Vitamin D durch die Sonne aktiviert werden. Da leben wir von dem angesparten Vitamin D des Sommers.

Östrogen, Progesteron, Cortisol sind ähnliche Hormone in unserem Körper (siehe auch Bioidente Hormone). Diese Hormone entscheiden über Wohlbefinden, Schlafqualität, Stimmung, Zellteilung, Gedächtnis, Temperaturempfinden, Schmerzen ...

Vitamin D kann sich auch an Zellrezeptoren binden und in das innere der Zelle eindringen. Im Zellkern werden bestimmte Sequenzen von Genen ein- und ausgeschaltet: Lebensstil beeinflusst unsere Gene!

Das Sonnenhormon wird wie Östrogen, Progesteron, Testosteron und Cortisol aus Cholesterin synthetisiert und in Haut, Niere und vor allem Leber umgebaut bzw. aktiviert. Sonnenlicht (UV-B-Strahlung) ist dazu notwendig.

Vitamin D hat in den letzten Jahren eine steile Karriere hingelegt: vom einfachen Vitamin zu einem Pro-Hormon das mehr als 200 Gene (Dr. Mercola schreibt sogar von 3000 Genen) in seinem Wirken beeinflusst. Die Genetik eines Menschen ist somit kein dauerhaftes Schicksal. Durch unsere Lebensform (Essen, Bewegung, Sonne, Freizeit ...) können wir auch unsere Gene beeinflussen.

Vitamin-D-Mangel ist leider heute bei fast allen Menschen festzustellen. Ganz selten bestimme ich bei meinen Patienten Werte größer als 30 ng/ml (=unterer Grenzwert). Auf Mercola.com wird sogar 50 ng/ml als unterer Grenzwert festgelegt.

Im vergangenen Jahrzehnt wurden 18.000 Studien zu Vitamin D veröffentlicht. Eine schlagwortartige Zusammenfassung einzelner Studien führe ich hier an:

Vermindert Brustkrebsrisiko

Vitamin D vermindert Risiko für manche Carcinome: Brustkrebsrisiko sinkt um 45 % (Sonne plus orales Vitamin D; 67.000 Studienteilnehmer!)

Positive Auswirkungen auf Krebs

Vitamin D hat positive Auswirkungen auf Entstehen, Metastasierung und Tumorwachstum auch bei Dickdarm- (-72 % für Tumorentstehung, -50 % Reduktion der Gesamtsterblichkeit nach der Operation) und Prostatacarcinome (Risikominderung um bis zu 70 % ein Prostatacarcinom zu bekommen; Daten jedoch noch nicht so sicher wie bei Brust- und Dickdarmcarcinom). Für viele andere Carcinome und Tumore gibt es auch viele positive Hinweise, dass ein hochnormaler Vitamin-D-Spiegel vor diesen Erkrankungen schützen kann.

Verbessert Immunsystem

Vitamin D verbessert das Immunsystem und schützt vor Infektionskrankheiten, es mäßigt Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose, Rheumatoide Arthritis, Morbus Crohn, Diabetes mellitus Typ I.

Positiver Effekt auf Erkrankungen

Vitamin D hat positive Effekte auf neurologische Erkrankungen: Multiple Sklerose, Schizophrenie und Depressionen zeigen mildere Verläufe. Bei Morbus Parkinson und Alzheimer gibt es die ersten positiven Hinweise, dass Vitamin D den Verlauf günstig beeinflusst.

Positiver Einfluss auf Diabetes mellitus

Vitamin D hat positiven Einfluss auf den Verlauf von Diabetes mellitus Typ 1 und noch mehr positive Effekte auf den Verlauf des Diabetes mellitus Typ II.

Senkt Blutdruck

Vitamin D vermag den Blutdruck zu senken: Bis zu 22 mmHg zeigen Studien an positiven Effekten

Positiver Einfluss auf Osteoporose

Vitamin D hat günstigen Einfluss auf die Entwicklung der Osteoporose.

Reduziert Sturzhäufigkeit

Vitamin D reduziert die Sturzhäufigkeit von Senioren um mehr als 40 %!!!!!!!!

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