Bioidente Hormone sind baugleich mit den natürlichen Hormonen in Ihrem Körper. Seit den 50er-Jahren des vorigen Jahrhunderts werden von verschiedenen Ärzten bioidente Hormone bei den verschiedensten Beschwerden angewandt. Bioidente Hormone entfalten bei richtiger Anwendung die gleiche Wirkung wie die körpereigenen Hormone. Negative Nebenwirkungen sind bis jetzt (seit 70 Jahren!) nicht bekannt.
Wenn wir heute von Hormonen sprechen, meinen wir oft die Medikamente, welche Frauen im Wechsel gegeben werden. Dabei handelt es sich aber nicht um bioidente Hormone, sondern um künstlich veränderte Hormone. Nach dieser biochemischen Veränderung kann man nicht mehr von natürlichen Hormonen, sondern bestenfalls von Medikamente mit (teilweiser) Hormonwirkung sprechen. Oft gehen bedeutende Nebenwirkungen mit der Einnahme von solchen künstlichen Hormonen einher.
Für die exakte Bestimmung der aktiven Anteile der Hormone ist ein Speicheltest notwendig. Nur im Speichel sehen wir die Anteile der aktiven Hormone. Das Wohlfühlhormon Progesteron, die Geschlechtshormone (Östrogen und Testosteron) und die Stresshormone stehen in einem engen Verhältnis zueinander. Als Grundbaustein dieser Hormone fungieren das Cholesterin. Darum ist es immer notwendig diese Hormone gemeinsam zu bestimmen.
Für folgende Krankheiten und Beschwerden empfiehlt sich ein Hormontest im Speichel: Erkrankungen der Schilddrüse, Prämenstruelles Syndrom, Zysten an den Eierstöcken, Zysten im Brustgewebe, Stress-Syndrom, Depressionen, Schlafstörungen, Endometriose, Myome der Gebärmutter, Blutungsstörungen, Blasenstörungen. Osteoporose, Osteopenie, Fibromyalgie, Unfruchtbarkeit, Übergewicht.
In den letzten Jahren wurde der Ausdruck der Östrogendominanz (Östrogenüberschuss) gebräuchlich. Der Ausdruck geht auf Dr. Lee zurück. Dieser hat damit beschrieben, dass auch das Verhältnis der Hormone Östradiol und Progesteron zueinander wichtig ist und nicht nur die absolute Höhe der einzelnen Hormone. Ein Östrogenüberschuss kann zu einer Beschleunigung des Alterungsprozesses, zu Allergien, Empfindlichkeit der Brüste und Fehlentwicklungen des Gebärmutterhalses führen.
Alle Funktionen unseres Körpers werden von Hormonen bestimmt. Die Konzentration der Hormone bestimmt unseren Körperbau (muskulös oder fettreich), unsere Vitalität (frisch, chronisch müde oder erschöpft) und unsere Stimmungslage (fröhlich, traurig...). Der Hormonstatus bestimmt ob wir aufgeregt oder aggressiv reagieren oder ob wir sexuell interessiert oder lustlos sind. Hormone sind die Regisseure des Lebens und keine Zelle des Körpers kann sich ihre Wirkung entziehen.