Kind zwickt alle anderen Kinder am Spielplatz, in der Krabbelstube, in der Familie

 

Stellen Sie sich vor, Sie bringen ihr eineinhalb Jahre altes Kind in die Krabbelstube.

Die Eltern sind aufgeregt, die kleine Ines soll die erste halbe Stunde in die Krabbelstube schnuppern gehen. Sie sind zuversichtlich, weil die zwei Jahre ältere Schwester den gleichen Kindergarten besucht. Sie hoffen, Ines wird sich dort wohlfühlen.

Ines hat sich auch wohl gefühlt. Sie stürmt in den Gemeinschaftsraum, reißt die Spielsachen an sich, und jedes Kind, welches ihr zu nahe kommt, wird so lange und so heftig gezwickt, bis die Spielkameraden von Ines schreiend Reißaus nehmen, Mutter und "Kindergartentante" verzweifelt resignieren. „Dass ein Kind aus Verlegenheit andere gelegentlich zwickt oder beißt“, das ist schon vorgekommen, berichtet die "Kindergartentante", „aber, dass in einer halben Stunde nahezu jedes Kind gezwickt wurde, das hat es noch nie gegeben.“

Die Mutter ist verzweifelt und meldet sich zur homöopathischen Behandlung an. Der Homöopathie steht sie sehr skeptisch gegenüber und tut dies in der Ordination sofort kund. Ich erkläre ihr, dass sie mit dieser Behandlung ja nichts riskiere und mir die zweifelnden Patienten die Liebsten sind.

Noch skeptischer wird sie, als ich dem Kind fünf Kügelchen der passenden homöopathischen Arznei in den Mund lege. „Und das soll jetzt helfen?“ Neben der Skepsis klingen auch Misstrauen und ein Hauch von Verachtung durch.

Heute, fünf Tage nach der homöopathischen Gabe, ruft sie mich an. „Ines zwickt nur mehr ganz selten! Das ist ja wunderbar!“

Was können wir daraus lernen:

Die Homöopathie wirkt! Auch Potenzierung jenseits der Loschmidtschen-Zahl haben Wirkung.

Zweifelnde Eltern schalten mit Sicherheit den Placeboeffekt aus.

Die Behandlung von Kindern wirkt meist rasch!